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	<title>Steuerberater Hartmann</title>
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	<description>Ihre Steuerkanzlei in Wedel</description>
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		<title>Erbschaftsteuer: Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts </title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/erbschaftsteuer-nachweis-des-niedrigeren-gemeinen-werts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der pauschalen Zur&#252;ckweisung eines Sachverst&#228;ndigengutachtens im Sinne des &#167; 198 Abs. 2 BewG - unter Hinweis auf einen sp&#228;ter erzielten h&#246;heren Kaufpreis - verletzt des]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der pauschalen Zur&uuml;ckweisung eines Sachverst&auml;ndigengutachtens im Sinne des &sect; 198 Abs. 2 BewG &#8211; unter Hinweis auf einen sp&auml;ter erzielten h&ouml;heren Kaufpreis &#8211; verletzt des Finanzgerichts seine Pflicht zur Sachverhaltsaufkl&auml;rung (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) und zur Ber&uuml;cksichtigung des Gesamtergebnisses des Verfahrens (&sect; 96 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 FGO).</p>
<p><strong>Nachweis eines niedrigeren gemeinen Grundst&uuml;ckswerts:</strong> Weist der Steuerpflichtige bei der Bewertung von Grundbesitz f&uuml;r die Erbschaftsteuer nach, dass der gemeine Wert der wirtschaftlichen Einheit am Bewertungsstichtag niedriger ist als der Wert, der nach dem Bewertungsgesetz (&sect;&sect; 179, 182 bis 196 BewG) ermittelt wurde, dann ist der niedrigere Wert anzusetzen (&sect; 198 Abs. 1 BewG). Als Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts kann ein <strong>Gutachten</strong> dienen (&sect; 198 Abs. 2 BewG).</p>
<p>Im vorliegenden Beschwerdeverfahren hatte der BFH &uuml;ber die Zulassung der Revision gegen das erstinstanzliche Urteil (FG D&uuml;sseldorf vom 27.11.2025, 11 K 2562/22 BG) zu entscheiden. Das Finanzgericht hatte die Klage mit der Begr&uuml;ndung abgewiesen, dass der Kl&auml;ger durch die vorgelegten Gutachten den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts im Sinne des &sect; 198 BewG <strong>nicht erbracht</strong> habe.</p>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:</strong><br />
Der Kl&auml;ger ist Erbe nach dem im Mai 2020 verstorbenem Erblasser. Zum Nachlass geh&ouml;rten zwei gemischt genutzte Grundst&uuml;cke. Der Kl&auml;ger reichte neben Erkl&auml;rungen zur Feststellung des Bedarfswerts der Grundst&uuml;cke <strong>Gutachten aus dem Monat Juli 2020</strong> ein, die ein &ouml;ffentlich bestellter und vereidigter Sachverst&auml;ndiger zum Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts erstellt hatte. Der Sachverst&auml;ndige ermittelte zum Bewertungsstichtag Grundbesitzwerte im Wege des Ertragswertverfahrens f&uuml;r das 1. Grundst&uuml;ck in H&ouml;he von&nbsp;<strong>210.000 &euro;</strong> und das 2. Grundst&uuml;ck in H&ouml;he von&nbsp;<strong>305.000 &euro;</strong>. Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag aus dem Monat Februar 2021 ver&auml;u&szlig;erte der Kl&auml;ger den Grundbesitz insgesamt zu einem Kaufpreis von 900.000 &euro;. Davon entfiel laut Kaufvertrag ein Anteil&nbsp;in H&ouml;he von&nbsp;<strong>380.000 &euro; </strong>auf das 1. Grundst&uuml;ck und in H&ouml;he von <strong>520.000 &euro;</strong> auf das 2. Grundst&uuml;ck.</em></p>
<p><em>Das Finanzamt ermittelte im Wege des <strong>Ertragswertverfahrens</strong> f&uuml;r die wirtschaftlichen Einheiten &bdquo;Grundbesitzwerte f&uuml;r Zwecke der Erbschaftsteuer&ldquo; in H&ouml;he von <strong>290.834 &euro; </strong>f&uuml;r das 1. Grundst&uuml;ck und in H&ouml;he von <strong>405.006 &euro; </strong>f&uuml;r das 2. Grundst&uuml;ck und stellte diese Werte mit Bescheiden &uuml;ber die gesonderte Feststellung des Grundbesitzwerts fest. Die eingereichten Gutachten ber&uuml;cksichtigte das Finanzamt nicht, weil der erzielte <strong>Kaufpreis &uuml;ber den gutachterlich ermittelten Werten</strong> lag. Die Einspr&uuml;che gegen die Feststellungsbescheide blieben erfolglos.</em></p>
<p>Das Finanzgericht f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus, der Kl&auml;ger habe den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts nach &sect; 198 BewG nicht erbracht. Selbst wenn die vorgelegten Gutachten grunds&auml;tzlich die Anforderungen an ein ordnungsgem&auml;&szlig;es Sachverst&auml;ndigengutachten erf&uuml;llten, stehe der &Uuml;bernahme der Werte aus den Gutachten die H&ouml;he der durch den <strong>Verkauf der Grundst&uuml;cke erzielten Kaufpreise</strong> entgegen.</p>
<p><strong>Der Kl&auml;ger legte Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision ein:</strong> Mit der Beschwerde machte er u.a. einen Versto&szlig; des Finanzgerichts &sect; 96 Abs. 1 i.V.m. &sect; 76 Abs. 1 FGO geltend. Ein schematischer <strong>Vorrang des Kaufpreises</strong> f&uuml;r die Wertermittlung des Grundbesitzes unter pauschaler Ablehnung der eingereichten Gutachten verletze den Anspruch, das Gesamtergebnis des Verfahrens bei der Beweisw&uuml;rdigung zu ber&uuml;cksichtigen. Das Finanzgericht verletze seine Sachaufkl&auml;rungspflicht, wenn es im Rahmen der Beweisw&uuml;rdigung nicht im Einzelnen begr&uuml;nde, warum die konkret festgestellten M&auml;ngel- und Sanierungspositionen von 20.500 &euro; bzw. 80.500 &euro; gutachterlich unzutreffend oder unbeachtlich seien.</p>
<p>Der BFH hat entschieden, dass die pauschale Ablehnung des eingereichten Gutachtens unzul&auml;ssig ist. Im Urteilsfall liegen somit <strong>Verfahrensm&auml;ngel</strong> vor, auf denen die Entscheidung des Finanzgerichts beruhen kann (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO). Die <strong>Pflicht zur Sachverhaltsaufkl&auml;rung</strong> und zur Ber&uuml;cksichtigung des Gesamtergebnisses wurde verletzt. Das Finanzgericht hat bei der Beweisw&uuml;rdigung weder das Gesamtergebnis des Verfahrens ber&uuml;cksichtigt noch den Sachverhalt hinreichend aufgekl&auml;rt.</p>
<ul>
<li>Nach &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 FGO entscheidet das Finanzgericht nach seiner freien, aus dem <strong>Gesamtergebnis des Verfahrens</strong> gewonnenen &Uuml;berzeugung. Das Gesamtergebnis des Verfahrens umfasst dabei den gesamten durch das Klagebegehren begrenzten und durch die Sachaufkl&auml;rung des Gerichts und die Mitverantwortung der Beteiligten konkretisierten Prozessstoff. Das Finanzgericht hat den Inhalt der ihm vorliegenden Akten vollst&auml;ndig und einwandfrei zu ber&uuml;cksichtigen.</li>
<li>Das Finanzgericht ist nach &sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO verpflichtet, <strong>von Amtswegen den Sachverhalt zu erforschen</strong> und ihn unter allen ernstlich in Betracht kommenden rechtlichen Gesichtspunkten zu pr&uuml;fen. Diese Pflicht beinhaltet zwar nicht, jeder fernliegenden Erw&auml;gung nachgehen zu m&uuml;ssen. Wohl aber muss das Finanzgericht die sich im Einzelfall aufdr&auml;ngenden &Uuml;berlegungen auch ohne entsprechenden Hinweis der Beteiligten anstellen und entsprechende Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen treffen.</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong> Das Finanzgericht hat zu Unrecht den Kaufpreis unter pauschaler Ablehnung der eingereichten Gutachten f&uuml;r die Wertermittlung herangezogen. Es hat keine Stellung dazu bezogen, warum die gutachterlich konkret festgestellten M&auml;ngel nicht zu ber&uuml;cksichtigen sind.</p>
<p><strong>Regelm&auml;&szlig;ig gen&uuml;gen ordnungsgem&auml;&szlig;e Sachverst&auml;ndigengutachten:</strong> Ob das Gutachten den geforderten Nachweis erbringt, unterliegt der <strong>freien Beweisw&uuml;rdigung</strong> des Finanzamts und gegebenenfalls der Gerichte. Der Nachweis ist erbracht, wenn dem Gutachten ohne Einschaltung bzw. Bestellung weiterer Sachverst&auml;ndiger gefolgt werden kann. Einem Gutachten, das bei Fehlen bewertungsrechtlicher Sonderregelungen den Vorgaben der f&uuml;r die Wertermittlung einschl&auml;gigen Vorschriften entspricht und plausibel ist, wird regelm&auml;&szlig;ig zu folgen sein.</p>
<p>Entspricht das Gutachten <strong>nicht in jeder Hinsicht den Anforderungen</strong>, berechtigt dies nicht ohne weiteres dazu, das Gutachten insgesamt unber&uuml;cksichtigt zu lassen. Ist etwa ein vorgenommener Abschlag nicht hinreichend begr&uuml;ndet, ist lediglich dieser Abschlag zu streichen. Etwaige L&uuml;cken im Gutachten k&ouml;nnen vom Finanzamt und vom Finanzgericht selbst geschlossen werden, wenn und soweit dies ohne Sachverst&auml;ndige im &uuml;blichen Rahmen einer Beweisw&uuml;rdigung m&ouml;glich ist. Das Finanzgericht muss sich bei der Bewertung des Gutachtens mit der Auffassung des Sachverst&auml;ndigen auseinandersetzen und eine gegebenenfalls abweichende Auffassung begr&uuml;nden. Eine rein <strong>pauschale Ablehnung</strong> des gesamten Gutachtens durch das Finanzgericht erf&uuml;llt diese Vorgaben nicht.</p>
<p><strong>Keine Heranziehung des Kaufpreises:</strong> Als Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts kann neben einem Gutachten auch ein im gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsverkehr innerhalb eines Jahres vor oder nach dem Bewertungsstichtag zustande gekommener <strong>Kaufpreis</strong> &uuml;ber das zu bewertende Grundst&uuml;ck dienen, wenn die ma&szlig;geblichen Verh&auml;ltnisse hierf&uuml;r gegen&uuml;ber den Verh&auml;ltnissen am Bewertungsstichtag unver&auml;ndert sind. Diese Vorschrift gilt nach ihrem klaren Wortlaut jedoch <strong>nur f&uuml;r den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts</strong>. Ein h&ouml;herer als der nach &sect;&sect; 179, 182 bis 196 BewG festgestellte Wert kann aufgrund zeitnaher Kaufpreise nicht angesetzt werden.</p>
<p><strong>Wichtige Vorgaben des BFH f&uuml;r zweiten Rechtsgang:</strong><br />
Das Finanzgericht h&auml;tte die eingereichten Gutachten auf ihre <strong>Plausibilit&auml;t und die Einhaltung der ma&szlig;geblichen Bewertungsvorschriften</strong> pr&uuml;fen und sich gegebenenfalls im Einzelnen mit der Auffassung des Sachverst&auml;ndigen in den Gutachten auseinandersetzen m&uuml;ssen, wenn es beispielsweise den vorgenommenen Abschl&auml;gen f&uuml;r festgestellte M&auml;ngel nicht folgen wollte. Dies wird das Finanzgericht im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben. Eine <strong>pauschale Zur&uuml;ckweisung</strong> der Gutachten unter Hinweis auf den h&ouml;heren Kaufpreis ist nicht m&ouml;glich. Die Ber&uuml;cksichtigung des Kaufpreises dient im Streitfall <strong>nicht dem Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts</strong>.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: BFH | Beschluss | II B 87/25 | 03-08-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Umsatzsteuer: Steuersätze für Hotels</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/umsatzsteuer-steuersaetze-fuer-hotels/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
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					<description><![CDATA[ 

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Fr&#252;hst&#252;cksleistungen, der Zugang zu Fitness- und Wellnesseinrichtungen an Hotelg&#228;ste nicht dem erm&#228;&#223;igten Steuersatz]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Fr&uuml;hst&uuml;cksleistungen, der Zugang zu Fitness- und Wellnesseinrichtungen an Hotelg&auml;ste nicht dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterliegen.</p>
<p>Grundlage:<br />
Der BFH hatte am 10.1.2024 den EuGH angerufen, um zu kl&auml;ren, ob und welche zus&auml;tzlichen Hotelleistungen dem erm&auml;&szlig;igten Umsatzsteuersatz unterliegen. Bei den nunmehr vorliegenden BFH-Urteilern handelt sich hier um Nachfolgeentscheidungen zu dem Urteil des EuGH vom 05.03.2026 (C 409/24 bis C 411/24), in diesen Themenbereichen. Die Urteile betreffen Streitzeitr&auml;ume, in denen Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (mit Ausnahme der Abgabe von Getr&auml;nken) noch dem Regelsteuersatz bei der Umsatzsteuer unterlagen.</p>
<p>Die Umsatzsteuer erm&auml;&szlig;igt sich auf 7% f&uuml;r die Vermietung von Wohn- und Schlafr&auml;umen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereith&auml;lt, sowie f&uuml;r die kurzfristige Vermietung von Campingfl&auml;chen. Der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz gilt nicht f&uuml;r Leistungen, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen, auch wenn diese Leistungen mit dem Entgelt f&uuml;r die Vermietung abgegolten sind (Art. 98 Abs. 1 und 2 i.V.m. Anhang III Nr. 12 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28.11.2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &ndash; MwStSystRL &ndash;). Mitgliedstaaten k&ouml;nnen einen oder zwei erm&auml;&szlig;igte Steuers&auml;tze anwenden, wobei diese nur auf die Lieferungen von Gegenst&auml;nden und die Dienstleistungen der in Anhang III genannten Kategorien anwendbar sind. Nach Anhang III Nr. 12 MwStSystRL geh&ouml;ren hierzu die Beherbergung in Hotels und &auml;hnlichen Einrichtungen (einschlie&szlig;lich der Beherbergung in Ferienunterk&uuml;nften) und Vermietung von Campingpl&auml;tzen und Pl&auml;tzen f&uuml;r das Abstellen von Wohnwagen. Besonders interessant sind folgende Punkte:<br />
&bull;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Fr&uuml;hst&uuml;cksleistungen an Hotelg&auml;ste sind Leistungen, die dem Regelsteuersatz unterliegen. (Hinweis: Es ist zu beachten, dass zwischenzeitlich die Steuers&auml;tze f&uuml;r die Abgabe von Speisen (ohne Getr&auml;nke) mehrfach ge&auml;ndert wurde.).<br />
&bull;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Parkraum&uuml;berlassung: Bei der &Uuml;berlassung von Parkpl&auml;tzen stellt sich die Frage, ob &uuml;berhaupt eine steuerbare gegen Entgelt erbrachte Leistung vorliegt. Das ist nicht der Fall, wenn die Parkpl&auml;tze nicht nur den &Uuml;bernachtungs- und Restaurantg&auml;sten zur Verf&uuml;gung standen, sondern dar&uuml;ber hinaus auch f&uuml;r die Allgemeinheit frei und unentgeltlich zug&auml;nglich waren. Es liegt dann insoweit keine gegen Entgelt erbrachte sonstige Leistung vor. In einem zweiten Rechtsgang wird das Finanzgericht somit zun&auml;chst diese Frage kl&auml;ren m&uuml;ssen. Es kommt also darauf an, ob die Parkpl&auml;tze nur von Hotelg&auml;sten genutzt werden konnten oder ob diese auch f&uuml;r die Allgemeinheit frei und unentgeltlich zug&auml;nglich waren, sodass von einer nichtsteuerbaren Leistung auszugehen ist. Der BFH hob das klageabweisende Finanzgerichts-Urteil auf und verwies die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Finanzgericht zur&uuml;ck.<br />
&bull;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Fitness- und Wellnesseinrichtungen: Auch wenn die Hotelg&auml;ste hierf&uuml;r kein gesondertes Entgelt bezahlen, handelt es sich um Leistungen, die dem Regelsteuersatz unterliegen (V R 11/26 (XI R 14/23; XI R 22/21).&nbsp;<br />
&bull;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Zugang zum WLAN: Bei der WLAN-Nutzung stellt sich ebenfalls die Frage, ob &uuml;berhaupt eine steuerbare gegen Entgelt erbrachte Leistung vorliegt. Es ist von einer nichtsteuerbaren Leistung auszugehen ist, wenn das WLAN nicht nur von Hotelg&auml;sten genutzt werden konnte. Der BFH das klageabweisende Finanzgerichts-Urteil auf und verwies die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Finanzgericht zur&uuml;ck.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: BFH | Urteil | V R 8/26 (XI R 11/23; XI R 34/20), V R 10/26 (XI R 13/23; XI R 7/21), V R 11/26 (XI R 14/23; XI R 22/21) und V R 8/26 (XI R 11/23, XI R 34/20) | 20-05-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Minijob: Verdienstgrenze 2027</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/minijob-verdienstgrenze-2027/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://im-6159</guid>

					<description><![CDATA[Zum 1.1.2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 &#8364; auf 14,60 &#8364; pro Stunde. Dadurch erh&#246;ht sich auch die Verdienstgrenze 2027 f&#252;r Minijobs. Arbeitgeber sowie Minijobber]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum 1.1.2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 &euro; auf <strong>14,60 &euro; </strong>pro Stunde. Dadurch erh&ouml;ht sich auch die Verdienstgrenze 2027 f&uuml;r Minijobs. Arbeitgeber sowie Minijobber m&uuml;ssen wissen, was ab 2027 zu beachten ist. Die Verdienstgrenze im Minijob legt fest, wie viel Minijobber durchschnittlich pro Monat verdienen d&uuml;rfen. Die Verdienstgrenze im Minijob wird 2027 bei <strong>633 &euro;</strong> monatlich liegen. Damit erh&ouml;ht sich die j&auml;hrliche Verdienstgrenze auf <strong>7.596 &euro;</strong>.</p>
<p><strong>Berechnung der Verdienstgrenze im Minijob:</strong> Die Verdienstgrenze ist dynamisch und an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt. Das bedeutet, dass bei jeder Erh&ouml;hung des Mindestlohns auch automatisch die Minijob-Verdienstgrenze steigt. Grundlage f&uuml;r die Berechnung ist eine Arbeitszeit von zehn Wochenstunden zum gesetzlichen Mindestlohn. Die Verdienstgrenze wird mit folgender Formel berechnet:<br />
<strong>Verdienstgrenze = Mindestlohn mal 130 geteilt durch 3</strong><br />
Das Ergebnis wird auf volle Euro gerundet. <strong>Verdienstgrenze = 14,60 &euro; &times; 130 / 3 = 632,67 &euro; (aufgerundet auf volle Euro: 633 &euro;)</strong></p>
<p><strong>Mindestlohn und Arbeitszeit:</strong> Trotz der Erh&ouml;hung des Mindestlohns auf 14,60 &euro; pro Stunde bleibt die maximale Anzahl der Arbeitsstunden f&uuml;r Minijobber gleich. Bei einer Verdienstgrenze von 633 &euro; pro Monat ergibt sich wie bisher eine maximale Arbeitszeit von etwa <strong>43 Stunden</strong> im Monat. Verdienen Besch&auml;ftigte mehr als den Mindestlohn, dann verringert sich die maximal m&ouml;gliche Arbeitszeit im Minijob entsprechend.</p>
<p><strong>&Uuml;berschreiten der Verdienstgrenze:</strong> Die Arbeitszeit von Minijobbern kann monatlich schwanken, sodass der Verdienst mal mehr oder weniger als 633 &euro; im Monat betragen kann. Bei schwankendem Verdienst ist wichtig, dass der <strong>j&auml;hrliche</strong> Verdienst insgesamt nicht mehr als <strong>7.596 &euro;</strong> betragen darf.</p>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:</strong><br />
Ein Minijobber verdient im Juni, Juli und August jeweils 750 &euro;. In den &uuml;brigen Monaten liegt sein Verdienst bei 500 &euro; monatlich (3 x 750 &euro; = 2.250 &euro;) + (9 x 500 &euro; = 4.500 &euro;) = 6.750 &euro;<br />
Der Jahresverdienst liegt somit bei insgesamt 6.750 &euro;, sodass die j&auml;hrliche Verdienstgrenze von 7.596 &euro; nicht &uuml;berschritten wird. Es liegt also ein Minijob vor.</em></p>
<p><strong>Ausnahme bei &Uuml;berschreiten der Verdienstgrenze:</strong><br />
Wird die Jahresverdienstgrenze von 7.596 &euro; &uuml;berschritten, liegt grunds&auml;tzlich kein Minijob mehr vor. Bei einem <strong>unvorhersehbaren</strong> und <strong>gelegentlichen</strong> &Uuml;berschreiten gibt es jedoch eine Ausnahme. Minijobber d&uuml;rfen dann auch mal mehr als 633 &euro; im Monat verdienen. Der Verdienst in diesen Monaten darf jedoch das Doppelte der monatlichen Verdienstgrenze (also 1.266 &euro;) nicht &uuml;berschreiten.</p>
<ul>
<li>Unvorhersehbar ist ein &Uuml;berschreiten der Verdienstgrenze zum Beispiel aufgrund von Krankheitsvertretung.</li>
<li>Gelegentlich ist ein &Uuml;berschreiten in bis zu zwei Kalendermonaten innerhalb von 12 Monaten.</li>
</ul>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:</strong><br />
Ein Verk&auml;ufer verdient in seinem Minijob regelm&auml;&szlig;ig 600 &euro; im Monat. Durch eine einmalige Krankheitsvertretung betr&auml;gt sein Verdienst im Oktober 1.200 &euro;.</em></p>
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="1" style="width: 500px;">
<tbody>
<tr>
<td><em>11 x 600 &euro; =</em></td>
<td><em>6.600 &euro;</em></td>
</tr>
<tr>
<td><em>1 x 1.200 &euro; =</em></td>
<td><em>1.200 &euro;</em></td>
</tr>
<tr>
<td><em>Insgesamt</em></td>
<td><em>7.800 &euro;</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Der Gesamtverdienst von 7.800 &euro; &uuml;berschreitet zwar die Jahresverdienstgrenze von 7.596 &euro;. Da es sich jedoch um ein unvorhersehbares und einmaliges Ereignis handelt und damit nur ein gelegentliches &Uuml;berschreiten mit einem monatlichen Verdienst bis 1.266 &euro; vorliegt, sind weiterhin alle Voraussetzungen f&uuml;r einen Minijob erf&uuml;llt.</em></p>
<p><strong>Fazit:</strong> Durch die Erh&ouml;hung des Mindestlohns gilt im Jahr 2027 eine neue Verdienstgrenze f&uuml;r Minijobs. Dadurch bleiben Minijobs flexibel und Minijobber k&ouml;nnen mehr verdienen. Wichtig f&uuml;r Arbeitgeber ist es, die monatliche und j&auml;hrliche Verdienstgrenze weiterhin im Blick zu behalten.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: Sonstige | Sonstige | www.minijobzentrale.de | 08-10-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Steuertermine Oktober 2026</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/steuertermine-oktober-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://im-6153</guid>

					<description><![CDATA[Die folgenden Steuertermine bzw. Abgabefristen sind im kommenden Monat zu beachten.

Dabei gilt grunds&#228;tzlich: Eine Zahlung ist fristgerecht, wenn


	bei einer &#220;berweisung der Betrag]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgenden&nbsp;Steuertermine bzw.&nbsp;Abgabefristen sind&nbsp;im kommenden Monat zu beachten.</p>
<p>Dabei gilt grunds&auml;tzlich: Eine Zahlung ist fristgerecht, wenn</p>
<ul>
<li>bei einer <strong>&Uuml;berweisung</strong> der Betrag sp&auml;testens am Abgabetermin auf dem Konto des Finanzamts eingegangen ist (keine S&auml;umniszuschl&auml;ge bei &Uuml;berweisung, wenn der Betrag innerhalb von 3 Tagen nach dem Termin auf dem Konto des Finanzamts eingeht = Zahlungsschonfrist; Zahlung innerhalb der Schonfrist ist dennoch eine unp&uuml;nktliche Zahlung),</li>
<li>bei Zahlung mit Scheck gilt die Zahlung erst 3 Tage nach Scheckeinreichung als bewirkt, auch wenn der Betrag fr&uuml;her beim Finanzamt gutgeschrieben wird,</li>
<li>dem Finanzamt eine <strong>Einzugserm&auml;chtigung</strong> erteilt wurde; die Zahlung gilt immer als p&uuml;nktlich, auch wenn das Finanzamt sp&auml;ter abbucht.</li>
</ul>
<p><strong>Termin&uuml;bersicht</strong><br />
<strong>F&uuml;r den Monat September 2026:</strong></p>
<figure class="table">
<table border="1" style="width: 100%;">
<thead>
<tr>
<th>Art der Abgabe</th>
<th>Abgabe- und F&auml;lligkeitstermin</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>
<p style="text-align: left;">Umsatzsteuer-Voranmeldung</p>
<ul>
<li style="text-align: left;">monatliche Abgabe</li>
<li style="text-align: left;">Abgabe mit Dauerfristverl&auml;ngerung</li>
</ul>
</td>
<td>
<p>			12.10.2026<br />
			10.11.2026</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: left;">Zusammenfassende Meldung</td>
<td>
<p>23.10.2026</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: left;">Sozialversicherung</td>
<td>28.09.2026</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: left;">Lohnsteuer-Anmeldung</td>
<td>12.10.2026</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</figure>
<p>
<strong>F&uuml;r den Monat Oktober 2026:</strong></p>
<figure class="table">
<table border="1" style="width: 100%;">
<thead>
<tr>
<th>Art der Abgabe</th>
<th>Abgabe- und F&auml;lligkeitstermin</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>
<p style="text-align: left;">Umsatzsteuer-Voranmeldung</p>
<ul>
<li style="text-align: left;">monatliche Abgabe</li>
<li style="text-align: left;">Abgabe mit Dauerfristverl&auml;ngerung</li>
</ul>
</td>
<td>
<p>			10.11.2026<br />
			10.12.2026</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: left;">Zusammenfassende Meldung</td>
<td>25.11.2026</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: left;">Sozialversicherung</td>
<td>28.10.2026</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: left;">Lohnsteuer-Anmeldung</td>
<td>10.11.2026</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: left;">Gewerbesteuer-Vorauszahlung Q4 2026</td>
<td>16.11.2026</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</figure>
<p><strong>Zu beachten:</strong> Die Abgabetermine entsprechen den Zahlungsterminen.</p>
<p><strong>Hinweis:</strong> Der Antrag auf Dauerfristverl&auml;ngerung muss nicht j&auml;hrlich wiederholt werden, da die Dauerfristverl&auml;ngerung solange gilt, bis der Unternehmer seinen Antrag zur&uuml;cknimmt oder das Finanzamt die Fristverl&auml;ngerung widerruft. Die 1/11 -Sondervorauszahlung muss dagegen von den Unternehmern, die ihre Voranmeldungen monatlich zu &uuml;bermitteln haben, f&uuml;r jedes Kalenderjahr, f&uuml;r das die Dauerfristverl&auml;ngerung gilt, bis zum 10. Februar berechnet, angemeldet und entrichtet werden.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: Sonstige | Sonstige | 01-10-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vermittlungsleistung: Abgrenzung zum Eigengeschäft</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/vermittlungsleistung-abgrenzung-zum-eigengeschaeft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://im-6149</guid>

					<description><![CDATA[Der Bundesfinanzhof hat entschieden, wann ein Dienstleister als Vermittler oder als eigenst&#228;ndiger Dienstleister im Rahmen der Vermietung von Fahrzeugen t&#228;tig ist. Im Mittelpunkt stand die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesfinanzhof hat entschieden, wann ein Dienstleister als Vermittler oder als eigenst&auml;ndiger Dienstleister im Rahmen der Vermietung von Fahrzeugen t&auml;tig ist. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die T&auml;tigkeiten der Kl&auml;gerin (&uuml;ber ihre Internetplattform) als Vermittlungsleistung oder als eigenst&auml;ndige Fahrzeugvermietungsleistung zu qualifizieren sind. Das Finanzgericht hatte zuvor festgestellt, dass die Kl&auml;gerin als <strong>Vermieterin</strong> auftrat. Der BFH korrigierte diese Analyse und stufte die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als <strong>Vermittlungst&auml;tigkeit</strong> ein.</p>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:</strong><br />
Die Kl&auml;gerin hat ihr Unternehmen &uuml;ber ihr Internetportal von einem Drittland aus betrieben. Die Kunden konnten &uuml;ber das Internetportal Mietwagen verschiedener Anbieter buchen. Die Internetseite der Kl&auml;gerin wurde dem Kunden nach Angabe seines Wohnorts in seiner jeweiligen Landessprache angezeigt. Wollte der Kunde einen Mietwagen mieten, gab er &uuml;ber eine Eingabemaske alle erforderlichen Daten ein. Anschlie&szlig;end erhielt er einen &Uuml;berblick &uuml;ber die buchbaren Fahrzeugkategorien der einzelnen Autovermieter und die jeweiligen Preise. Nach Eingabe seiner Kontakt- und Zahlungsinformationen und dem Akzeptieren der Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen (AGB) der Kl&auml;gerin konnte der Kunde zahlungspflichtig buchen.</em></p>
<p>Der BFH betonte, dass ein Vermittler keine &quot;eigene Leistung&quot; erbringt, wenn die Fahrzeuge, die er vermittelt, nicht von ihm selbst angemietet werden. In diesem Fall trat die Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber den Kunden ausdr&uuml;cklich als Vermittlerin auf und organisierte die Reservierung und administrative Abwicklung im Namen der eigentlichen Fahrzeugvermieter. Die vertraglichen Regelungen, die festlegten, dass die Kl&auml;gerin lediglich als Vermittlerin agierte, waren ma&szlig;geblich. Der BFH stellte fest, dass die wirtschaftliche Realit&auml;t der Transaktionen mit diesen Vereinbarungen &uuml;bereinstimmte, da die Kunden der Kl&auml;gerin letztlich direkt einen Mietvertrag mit dem tats&auml;chlichen Vermieter abschlossen. Die Tatsache, dass die Kl&auml;gerin vorab Zahlungen der Kunden empfing, war f&uuml;r die Einordnung als Vermieterin nicht ausschlaggebend.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Der BFH kam somit zu dem Schluss, dass die Kl&auml;gerin ausschlie&szlig;lich als Vermittlerin t&auml;tig war und dass der <strong>Fahrzeugvermieter</strong> der Leistungsempf&auml;nger und daher der steuerpflichtige Leistungsschuldner ist. Das Urteil des Finanzgerichts wurde aufgehoben.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: BFH | Urteil | V R 17/24 | 20-05-2026</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Kindergeld: Kind im Haushalt beider Eltern</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/kindergeld-kind-im-haushalt-beider-eltern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Barunterhaltsleistungen kein geeignetes Kriterium f&#252;r die Beurteilung der Haushaltsaufnahme sind. Gesetzlich festgelegt ist, dass das Kindergeld]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Barunterhaltsleistungen kein geeignetes Kriterium f&uuml;r die Beurteilung der Haushaltsaufnahme sind. Gesetzlich festgelegt ist, dass das Kindergeld demjenigen gezahlt wird, der das Kind in seinen Haushalt aufgenommen hat.</p>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:</strong><br />
Der Kl&auml;ger ist Vater eines fast vollj&auml;hrigen Sohnes, f&uuml;r den er das Kindergeld bezog. Die Mutter des Kindes wohnte zun&auml;chst im selben Ort in Deutschland wie der Kl&auml;ger, wo beide den Sohn im Wechselmodell betreuten. Anfang 2020 verlegte die Mutter ihren Wohnsitz in einen zum Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum (EWR) geh&ouml;renden Staat, wo sie seither wissenschaftlich t&auml;tig ist. Der Sohn ging zusammen mit seiner Mutter ins Ausland und besuchte dort seit Januar 2021 die Schule. Die Ferien verbrachte er beim Vater. Im Jahr 2022 war der Sohn 108 Tage bei seinem Vater und 257 Tage bei der Mutter. Der Kl&auml;ger zahlte Unterhalt f&uuml;r den Sohn und &uuml;berwies der Mutter das Kindergeld. Au&szlig;erdem &uuml;bernahm er unter anderem Flugkosten und Kosten f&uuml;r Nachhilfeunterricht.</em></p>
<p>Die Familienkasse hob die Kindergeldfestsetzung ab April 2022 auf. Sie ging davon aus, dass der Sohn &uuml;berwiegend in den Haushalt der Mutter aufgenommen worden sei und die Mutter daher die vorrangig Kindergeldberechtigte ist. Bei mehreren Kindergeldberechtigten kommt es auf die gesetzlich geregelte Rangfolge an. Im gesetzlich nicht geregelten Fall einer ann&auml;hernd gleichwertigen Aufnahme des Kindes in die Haushalte der getrenntlebenden Eltern haben diese untereinander den Kindergeldberechtigten zu bestimmen. Bei Aufenthalten eines Kindes sowohl in dem Haushalt des einen als auch des anderen Berechtigten ist der Begriff der Haushaltsaufnahme zu konkretisieren und f&uuml;r den Fall, dass die Dauer der Aufenthalte des Kindes in den Haushalten beider Elternteile &uuml;ber einen Besuchs- oder Feriencharakter hinausgeht, einschr&auml;nkend auszulegen. Ausschlaggebend ist, wo sich das Kind &uuml;berwiegend aufh&auml;lt und seinen Lebensmittelpunkt hat. Es ist eine Frage der <strong>tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung</strong>, ob die jeweilige Aufenthaltsdauer unter Ber&uuml;cksichtigung der besonderen Umst&auml;nde des Einzelfalls (wie zum Beispiel ein gemeinsames Sorgerecht, eigenes Kinderzimmer, M&ouml;glichkeit des Kindes, den Aufenthalt frei zu w&auml;hlen) die Annahme rechtfertigt, dass das Kind seinen Lebensmittelpunkt bei beiden Eltern hat.</p>
<p><strong>Entscheidend sind die tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse</strong> und nicht die Vorstellungen der Eltern von ihrem Betreuungsmodell. Auch der Umfang der von den Eltern erbrachten Barunterhaltsleistungen ist kein geeignetes Kriterium f&uuml;r die Beurteilung der Haushaltsaufnahme und der Frage, ob sich das Kind &uuml;berwiegend bei einem Elternteil aufgehalten und dort seinen Lebensmittelpunkt gehabt hat. &sect; 64 Abs. 2 und 3 EStG kn&uuml;pft die Rangfolge der Berechtigten entweder&nbsp;</p>
<ul>
<li>an die Haushaltsaufnahme als ein Obhutsverh&auml;ltnis an oder</li>
<li>nur wenn ein solches Verh&auml;ltnis fehlt an die H&ouml;he der Unterhaltsrente.&nbsp;</li>
</ul>
<p>Die vom Finanzgericht ber&uuml;cksichtigten finanziellen Leistungen des Kl&auml;gers sind daher nicht in die Gesamtw&uuml;rdigung einzubeziehen. Sonstige besondere Umst&auml;nde, die zugunsten des Kl&auml;gers die im Jahr 2022 l&auml;ngere Aufenthaltsdauer des Sohnes bei der Mutter ausgleichen k&ouml;nnten, hat das Finanzgericht nicht festgestellt. Da dem Aufenthalt des Sohnes bei der Mutter ein klares &Uuml;bergewicht zukommt, ist eine Haushaltsaufnahme allein bei der Mutter anzunehmen und ihr Kindergeldanspruch vorrangig.</p>
<p><strong>Aber!</strong> Das Finanzgericht hat nicht n&auml;her gepr&uuml;ft, ob der Mutter &uuml;berhaupt ein Anspruch auf deutsches Kindergeld zustand oder ob dem Kindergeldanspruch des Kl&auml;gers ausl&auml;ndische Familienleistungen entgegenstanden. Dies hat das Finanzgericht noch zu kl&auml;ren.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: BFH | Urteil | III R 8/25 | 08-07-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Doppelte Haushaltsführung eines Selbständigen</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/doppelte-haushaltsfuehrung-eines-selbstaendigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei einem Selbst&#228;ndigen liegt eine doppelte Haushaltsf&#252;hrung nur dann vor, wenn er


	au&#223;erhalb des Ortes, an dem er seine T&#228;tigkeit schwerpunktm&#228;&#223;ig erbringt, einen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einem Selbst&auml;ndigen liegt eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung nur dann vor, wenn er</p>
<ul>
<li><strong>au&szlig;erhalb</strong> des Ortes, an dem er seine T&auml;tigkeit schwerpunktm&auml;&szlig;ig erbringt, einen eigenen Hausstand unterh&auml;lt und</li>
<li><strong>gleichzeitig</strong> auch einen eigenen Hausstand an dem Ort hat, an dem er seine T&auml;tigkeit schwerpunktm&auml;&szlig;ig erbringt.&nbsp;</li>
</ul>
<p>Der Schwerpunkt der gesamten betrieblichen T&auml;tigkeit eines Selbst&auml;ndigen liegt an dem Ort, an dem der Selbst&auml;ndige seine einzige Betriebsst&auml;tte unterh&auml;lt. Familienheimfahrten eines Selbst&auml;ndigen sind die Wege zwischen dem Ort, an dem er seine T&auml;tigkeit <strong>schwerpunktm&auml;&szlig;ig erbringt und auch wohnt</strong>, zum Ort des eigenen Hausstands und zur&uuml;ck.</p>
<p><strong>Voraussetzungen f&uuml;r eine Betriebsst&auml;tte:</strong> Eine Betriebsst&auml;tte setzt eine ortsfeste dauerhafte betriebliche Einrichtung voraus, die der Steuerpflichtige nicht nur gelegentlich, sondern mit einer gewissen Nachhaltigkeit, das hei&szlig;t fortdauernd und immer wieder zur Aus&uuml;bung seiner beruflichen T&auml;tigkeit aufsucht. Dies erfordert, den <strong>ortsgebundenen Mittelpunkt</strong> der dauerhaft angelegten T&auml;tigkeit zu bestimmen. Die Erledigung blo&szlig;er Hilfs- und Nebent&auml;tigkeiten ist nicht ausreichend.</p>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:</strong><br />
Der Kl&auml;ger war freiberuflich t&auml;tig und hatte seinen Wohnsitz au&szlig;erhalb des Ortes seiner T&auml;tigkeit. Er wurde im Streitzeitraum fast ausschlie&szlig;lich f&uuml;r ein ausw&auml;rtiges Unternehmen t&auml;tig. Dort &uuml;bte er seine T&auml;tigkeit an vier Tagen pro Woche aus. Am Ort des ausw&auml;rtigen Unternehmens mietete der Kl&auml;ger zus&auml;tzlich eine Wohnung an. F&uuml;r seine privaten und beruflichen Fahrten nutzte der Kl&auml;ger in den Streitjahren ein zu mehr als 50% betrieblich genutztes Leasingfahrzeug. In seinen Gewinnermittlungen machte er neben den Mietaufwendungen f&uuml;r die ausw&auml;rtige Wohnung die Fahrzeugaufwendungen in vollem Umfang als Betriebsausgaben geltend und erkl&auml;rte nur die Entnahmen f&uuml;r Privatfahrten. Das Finanzamt ber&uuml;cksichtigte die geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten zu seinem Wohnsitz au&szlig;erhalb des Ortes seiner T&auml;tigkeit nur in H&ouml;he der Entfernungspauschale und k&uuml;rzte au&szlig;erdem die Mehraufwendungen f&uuml;r Verpflegung.</em></p>
<p>Die Fahrten des Kl&auml;gers zwischen seinem Wohnsitz und dem T&auml;tigkeitsort waren Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung. Das bedeutet, dass nur eine w&ouml;chentliche Familienheimfahrt&nbsp;<strong>in H&ouml;he der Entfernungspauschale</strong> f&uuml;r jeden vollen Kilometer der k&uuml;rzesten Entfernung (hier: 308 km) abgezogen werden kann. Dies f&uuml;hrte zu nichtabzugsf&auml;higen Betriebsausgaben.</p>
<p><strong>Fazit:</strong>&nbsp;Ein Selbst&auml;ndiger kann nur dann einen doppelten Haushalt f&uuml;hren, wenn er eine Betriebsst&auml;tte hat. Familienheimfahrten sind daher nur eingeschr&auml;nkt abziehbar.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: BFH | Urteil | VIII R 15/24 | 18-05-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kein BEA-Freibetrag ohne eigenes Zutun</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/kein-bea-freibetrag-ohne-eigenes-zutun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://im-6140</guid>

					<description><![CDATA[Ein Elternteil kann der &#220;bertragung des Freibetrags f&#252;r Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag) gem&#228;&#223; &#167; 32 Abs. 6 Satz 9 EStG nicht widersprechen,]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Elternteil kann der &Uuml;bertragung des Freibetrags f&uuml;r Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag) gem&auml;&szlig; &sect; 32 Abs. 6 Satz 9 EStG nicht widersprechen, wenn er weder Betreuungskosten tr&auml;gt noch pers&ouml;nlich Betreuungspflichten wahrnimmt.</p>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:</strong></em><br />
<em>Die Kl&auml;gerin und der Beigeladene sind geschiedene Eltern zweier T&ouml;chter, die im Streitjahr 2019 bei der Kl&auml;gerin gemeldet waren. Der Beigeladene zahlte Unterhalt, hatte aber kaum pers&ouml;nlichen Kontakt zu den Kindern. Die Gro&szlig;eltern (Eltern des Beigeladenen) betreuten die Kinder an 159 Tagen im Jahr in ihrer Wohnung, die sich im selben Zweifamilienhaus wie die des Beigeladenen befand. Diese Betreuung erfolgte jedoch ohne Zutun des Beigeladenen. Die Kl&auml;gerin beantragte die &Uuml;bertragung der BEA-Freibetr&auml;ge des Beigeladenen, dem dieser widersprach. Das Finanzgericht gab dem Widerspruch statt.</em></p>
<p>Ein Widerspruch gegen die &Uuml;bertragung des BEA-Freibetrags ber&uuml;cksichtigt die verminderte steuerliche Leistungsf&auml;higkeit des Elternteils, der durch eigene Betreuungspflichten oder finanzielle Aufwendungen belastet ist. Im vorliegenden Fall hat der Beigeladene weder Betreuungskosten getragen noch pers&ouml;nlich Betreuungsleistungen erbracht. Die Betreuung durch die Gro&szlig;eltern erfolgte ohne sein Zutun und kann ihm daher nicht zugerechnet werden, selbst wenn die Kinder sich in r&auml;umlicher N&auml;he aufhielten. Die Zurechnung der Betreuungsleistungen der Gro&szlig;eltern an den Beigeladenen durch das Finanzgericht war rechtsfehlerhaft, da &sect; 32 Abs. 6 Satz 9 EStG eine pers&ouml;nliche Beteiligung des widersprechenden Elternteils erfordert. Auch die anteiligen Nebenkosten f&uuml;r das Grundst&uuml;ck wurden nicht als Kinderbetreuungskosten anerkannt, da sie in keinem Zusammenhang mit einer pers&ouml;nlichen Betreuungsleistung des Beigeladenen standen.</p>
<p><strong>Wichtig!</strong> Ein Steuerpflichtiger befindet sich nicht in einer Situation verminderter steuerlicher Leistungsf&auml;higkeit, wenn er weder Betreuungskosten tr&auml;gt noch pers&ouml;nlich Betreuungspflichten wahrnimmt, sondern es dem anderen Elternteil &uuml;berl&auml;sst, den Betreuungsbedarf des Kindes zu decken.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Die Voraussetzungen f&uuml;r die &Uuml;bertragung der BEA-Freibetr&auml;ge des Beigeladenen auf die Kl&auml;gerin liegen vor, da sein Widerspruch unbegr&uuml;ndet ist. Das Urteil des Finanzgerichts und die Einspruchsentscheidung wurden aufgehoben. Die BEA-Freibetr&auml;ge des Beigeladenen f&uuml;r beide Kinder in H&ouml;he von jeweils 1.320 &euro; sind bei der Kl&auml;gerin zus&auml;tzlich zu ber&uuml;cksichtigen.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: BFH | Urteil | III R 2/24 | 17-06-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Investitionsabzugsbetrag: Gewinn-Hinzurechnungen</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/investitionsabzugsbetrag-gewinn-hinzurechnungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://im-6136</guid>

					<description><![CDATA[ 

Beim Investitionsabzugsbetrag ist unter &#8222;Gewinn&#8220; der Steuerbilanzgewinn und nicht der steuerliche Gewinn zu verstehen. Eine Korrektur des Steuerbilanzgewinns um au&#223;erbilanzielle]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Investitionsabzugsbetrag ist unter &bdquo;Gewinn&ldquo; der <strong>steuerliche Gewinn </strong>und <strong>nicht der Steuerbilanzgewinn&nbsp;</strong>zu verstehen. Der Steuerbilanzgewinn ist daher um au&szlig;erbilanzielle Positionen (wie z. B. nicht abziehbare Betriebsausgaben oder einkommensteuerfreie Einnahmen im Teileink&uuml;nfteverfahren) zu korrigieren.</p>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:</strong><br />
Die Kl&auml;gerin wies in ihrem Jahresabschluss zum 31.12.2020 einen Steuerbilanzgewinn von 199.309,90 &euro; aus. Sie war der Auffassung, dass damit die Gewinngrenze in H&ouml;he von 200.000 &euro; eingehalten wurde und sie einen Investitionsabzugsbetrag bilden konnte. Das Finanzamt ging jedoch davon aus, dass au&szlig;erbilanzielle Hinzu- bzw. Abrechnungen zu beachten sind, zu denen auch die nicht abziehbare Gewerbesteuer geh&ouml;rt. Aufgrund von Hinzurechnungen wurde der Grenzbetrag von 200.000 &euro; &uuml;berschritten, sodass das Finanzamt die Bildung eines Investitionsabzugsbetrags ablehnte.</em></p>
<p>Der BFH best&auml;tigt die Auffassung des Finanzamts. Au&szlig;erbilanzielle Hinzu- bzw. Abrechnungen sind also zu ber&uuml;cksichtigen, sodass die Gewinngrenze &uuml;berschritten wird und der geltend gemachte Investitionsabzugsbetrag nicht ber&uuml;cksichtigt werden kann.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> &sect; 7g Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG enth&auml;lt keine eigenst&auml;ndige Definition des Begriffs &bdquo;Gewinn&ldquo;. Der Gewinn ist daher nach &sect; 4 oder &sect; 5 EStG zu ermitteln und damit grunds&auml;tzlich nach <strong>steuerrechtlichen</strong> Vorschriften. Ma&szlig;gebend ist nicht der handelsbilanzielle Jahres&uuml;berschuss. Der Gewinn ist um die nicht abziehbaren Betriebsausgaben zu erh&ouml;hen bzw. um steuerfreie Betriebsverm&ouml;gensmehrungen zu mindern.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: BFH | Urteil | III R 38/23 | 17-06-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>E-Rechnung im B2B-Bereich: Was ab 1.1.2027 gilt</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/e-rechnung-im-b2b-bereich-was-ab-1-1-2027-gilt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 1.1.2025 muss jeder Unternehmer in der Lage sein, E-Rechnungen erhalten und verarbeiten zu k&#246;nnen. Ausnahme: Steuerfreie Lieferungen und Leistungen, die den Vorsteuerabzug]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 1.1.2025 muss jeder Unternehmer in der Lage sein, E-Rechnungen <strong>erhalten und verarbeiten</strong> zu k&ouml;nnen. <strong>Ausnahme: Steuerfreie</strong> Lieferungen und Leistungen, die den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;en, sowie <strong>Kleinbetragsrechnungen</strong> bis 250 &euro; und <strong>Fahrausweise</strong> sind von dieser Pflicht ausgenommen.&nbsp;</p>
<p>Die Pflicht, E-Rechnungen im B2B-Bereich <strong>zu versenden</strong> (&sect; 14 Abs. 1 UStG) ist aufgrund von &Uuml;bergangsregelungen stufenweise eingef&uuml;hrt worden. <strong>Wichtig:</strong> Ab dem <strong>01.01.2027</strong> ist das Ausstellen von <strong>E-Rechnungen Pflicht</strong>, wenn der Vorjahresumsatz (also der Umsatz des Jahres 2026) den <strong>Grenzwert von 800.000 &euro;</strong> &uuml;berschritten hat.</p>
<p><strong>Konsequenz:</strong> Wenn absehbar ist, dass der Grenzwert von 800.000 &euro; im Jahr 2026 &uuml;berschritten wird, sollte die Umstellung auf E-Rechnungen jetzt so vorbereitet werden, dass die Erstellung und der Versand ab dem 1.1.2027 keine Probleme mit sich bringt.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: UStG | Gesetzliche Regelung | § 27 Abs. 38 | 24-09-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Voller Werbungskostenabzug für außerhäusliches Arbeitszimmer</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/voller-werbungskostenabzug-fuer-ausserhaeusliches-arbeitszimmer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://im-6126</guid>

					<description><![CDATA[Mieten Eheleute gemeinsam eine Wohnung, die allein vom Ehemann als Arbeitszimmer genutzt wird, sind alle Kosten f&#252;r dieses au&#223;erh&#228;usliche Arbeitszimmer abzugsf&#228;hig. Es ist]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mieten Eheleute gemeinsam eine Wohnung, die allein vom Ehemann als Arbeitszimmer genutzt wird, sind alle Kosten f&uuml;r dieses au&szlig;erh&auml;usliche Arbeitszimmer abzugsf&auml;hig. Es ist unsch&auml;dlich, dass die Eheleute diese Wohnung gemeinsam angemietet haben und die Miete von einem gemeinsamen Konto zahlen. Ma&szlig;gebend ist, dass die Anmietung ausschlie&szlig;lich zur Nutzung als Arbeitszimmer durch einen Ehegatten zur Erzielung von Eink&uuml;nften erfolgt ist und die Eheleute vereinbart haben, dass dieser letztlich die Kosten zu tragen habe.</p>
<p><em><strong>Praxis-Beispiel:&nbsp;</strong><br />
Die Eheleute wohnen gemeinsam in einer Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus und hatten in diesem Haus &ndash; r&auml;umlich getrennt von der Familienwohnung &ndash; gemeinsam eine weitere Wohnung angemietet, die vom Ehemann allein als (au&szlig;erh&auml;usliches) Arbeitszimmer genutzt wurde. Der Ehemann machte die Aufwendungen insgesamt als Werbungskosten geltend, weil er allein dieses au&szlig;erh&auml;usliche Arbeitszimmer genutzt hat.&nbsp;</em></p>
<p><em>Das Finanzamt beanstandete, dass die Eheleute gemeinsam Mieter der Arbeitszimmer-Wohnung waren und die Miete auch von einem gemeinsamen Konto der Eheleute gezahlt wurde. Es nahm eine Aufteilung der angefallenen Kosten in grundst&uuml;cks- und nutzungsorientierte Aufwendungen vor. Zu den grundst&uuml;cksorientierten Aufwendungen z&auml;hlte es die Miete und den in der Nebenkostenabrechnung berechneten Anteil der Mieter an Grundsteuer und Geb&auml;udeversicherung. Von diesen Kosten lie&szlig; das Finanzamt nur die H&auml;lfte zum Abzug als Werbungskosten beim Ehemann zu. Es stellte sich auf den Standpunkt, dass es sich aufgrund der gemeinsamen Anmietung und der Zahlung von einem gemeinsamen Konto insoweit um Aufwendungen der Ehefrau handele. F&uuml;r den Ehemann sei dies Drittaufwand, der nicht als Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nne.</em></p>
<p>Das Finanzgericht folgte nicht der Sichtweise des Finanzamts. Es stellte sich auf den Standpunkt, dass schon die Aufteilung in grundst&uuml;cks- und nutzungsorientierte Aufwendungen verfehlt ist. Mieter h&auml;tten keine grundst&uuml;cksorientierten Aufwendungen. Sie w&uuml;rden die Aufwendungen nur t&auml;tigen, um die angemieteten R&auml;umlichkeiten nutzen zu k&ouml;nnen. Im &Uuml;brigen sind auch die gemeinsame Anmietung und die Zahlung von einem gemeinsamen Konto unsch&auml;dlich, wenn Veranlassung f&uuml;r die Anmietung die ausschlie&szlig;liche Nutzung als Arbeitszimmer durch einen der Ehegatten zur Erzielung von Eink&uuml;nften erfolgte und die Eheleute vereinbart haben, dass er letztlich die Kosten zu tragen habe.</p>
<p>Das Finanzgericht hat die Revision zugelassen, weil das Vorgehen der Finanzverwaltung &uuml;ber den Einzelfall hinaus von Interesse sein kann.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: Finanzgerichte | Urteil | FG Niedersachsen, Az. 3 K 54/26 | 18-08-2026</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht</title>
		<link>https://steuerberater-hartmann.eu/information/gesetz-zur-einfuehrung-einer-kassenpflicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Information]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://im-6132</guid>

					<description><![CDATA[Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (24.09.2026) den Regierungsentwurf f&#252;r ein Gesetz zur Einf&#252;hrung einer Kassenpflicht, zur Bek&#228;mpfung von Steuerhinterziehung und zur weiteren]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (24.09.2026) den <strong>Regierungsentwurf</strong>&nbsp;f&uuml;r ein Gesetz zur Einf&uuml;hrung einer Kassenpflicht, zur Bek&auml;mpfung von Steuerhinterziehung und zur weiteren Digitalisierung des Steuerrechts beschlossen. Der Gesetzentwurf soll einen Beitrag leisten, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung einer Kassenpflicht ab 100.000 &euro; (<strong>ab dem 1.1.2028</strong>), zur Abschaffung der papierhaften Belegausgabepflicht, sowie zur Bek&auml;mpfung von Steuerhinterziehung und Steuervermeidung gesetzgeberisch umzusetzen. Die papierhafte Belegausgabepflicht soll vollst&auml;ndig zum 1.1.2028 abgeschafft werden und eine Belegbereitstellungspflicht eingef&uuml;hrt werden.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus enth&auml;lt der Entwurf weitere Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung von Steuerhinterziehung. Durch die Ausweitung der selbst&auml;ndigen Ermittlungskompetenz von Finanzbeh&ouml;rden bei Sachverhalten im Zusammenhang der F&auml;lschung technischer Aufzeichnungen, soweit Daten von elektronischen Aufzeichnungssystemen betroffen sind, sollen Schnittstellen zwischen Finanzbeh&ouml;rden und Staatsanwaltschaften reduziert und Verfahren effizienter gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>Beginn und Ende der Kassenpflicht:</strong> Aktuell besteht die Wahl zwischen einer Registrierkasse und einer offenen Ladenkasse. Mit Einf&uuml;hrung einer Kassenpflicht ab einem Umsatz &uuml;ber 100.000 &euro; entf&auml;llt die M&ouml;glichkeit der Nutzung einer offenen Ladenkasse. Dies gilt ab dem 1. April des Folgejahres der erstmaligen &Uuml;berschreitung der Umsatzgrenze. Wird die Umsatzgrenze im Jahr 2027 &uuml;berschritten, gilt die Kassenpflicht ab 2028. Kommt es sp&auml;ter zur &Uuml;berschreitung der Umsatzgrenze, hat der Steuerpflichtige dem zust&auml;ndigen Finanzamt dies innerhalb eines Monats nach Beginn der Kassenpflicht mitzuteilen. Die Kassenpflicht endet mit Ablauf des dritten aufeinanderfolgenden Kalenderjahres, in dem der Gesamtumsatz nicht mehr als 100.000 &euro; im Kalenderjahr betrug.</p>
<p><strong>Anforderungen an elektronisches Aufzeichnungssystem</strong><br />
Derzeit gibt es 2,2 Mio. Registrierkassen und 114 Tsd. offene Ladenkassen. Das eingesetzte elektronische Aufzeichnungssystem muss zuk&uuml;nftig den Anforderungen des &sect; 146a Abs. 1 AO entsprechen. Dies bedeutet insbesondere, dass das elektronische Aufzeichnungssystem durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung gesch&uuml;tzt werden und Aufzeichnungen nach der digitalen Schnittstelle der Finanzverwaltung f&uuml;r Kassensysteme (DSFinV-K) erzeugen muss (Registrierkasse, komplexes Kassensystem oder Cloud-Kasse).</p>
<p>Die Pflicht zur Erfassung gilt f&uuml;r alle Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben, Entnahmen, Einlagen und durchlaufende Posten, es sei denn, diese Zahlungsfl&uuml;sse werden unbar in Form von Lastschriften oder &Uuml;berweisungen &uuml;ber ein Konto des Steuerpflichtigen abgewickelt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass <strong>alle</strong> Barzahlungen und auch alle Zahlungen mittels Debit- oder Kreditkarten &uuml;ber das elektronische Aufzeichnungssystem erfasst werden m&uuml;ssen.</p>
<p><strong>Ausnahmen von der Kassenpflicht</strong><br />
Durch eine Verordnung sollen Ausnahmen f&uuml;r bestimmte Bereiche geregelt werden. Daneben k&ouml;nnen in der Verordnung Mitteilungspflichten f&uuml;r den Beginn und Wegfall von Ausnahmen festgelegt werden. Hierzu hat das BMF bereits einen Diskussionsentwurf vorgelegt. Mit einem Rechtsgrundverweis auf die Erleichterungsvorschrift des &sect; 148 AO sollen au&szlig;erdem weitere Ausnahmen bei unbilliger H&auml;rte im Einzelfall erm&ouml;glicht werden. Ein Fall der Befreiungsm&ouml;glichkeit kann etwa vorliegen, wenn ein Steuerpflichtiger durch das Vorliegen von Einnahmen aus verschiedenen T&auml;tigkeiten die Umsatzgrenze &uuml;berschreitet. Eine Befreiung ist zudem denkbar, wenn die Umsatzgrenze nur aufgrund eines einmaligen Ereignisses &uuml;berschritten wird.</p>
<div style="font-size:smaller" class="im_source">Quelle: Sonstige | Pressemitteilung | Bundesfinanzministerium | 24-09-2026</div>
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